Dienstag, 31. Dezember 2013

Rückschau

Ich stehe ja nicht unbedingt auf Rückblicke, kann frau ja eh nichts mehr dran ändern. Aber lernen kann frau aus der Vergangenheit schon und so will ich...

2013 war ganz schön turbulent - zumindest das Ende!

Woraus ich wohl am meisten lernen konnte war die Auszeit, die mir mein Körper auferlegt hatte. Jobtechnisch war 2013 wirklich hart. Nach drei Jahren sollte Ende Dezember mein Arbeitsvertrag auslaufen (war er doch von Anfang an befristet). Die Entfristung war beantragt, von vielen Seiten bekam ich zu hören, ich solle mir keine Sorgen machen, das ginge glatt durch.

Dann der Schock - nichts ging durch und schon gar nicht die Entfristung. Und das nach ner ganzen Menge Herzblut, Zeit, Energie und Ideen, die in den Job geflossen waren.

Keine Entfristung - wohl aber ein Anschlussvertrag für weitere drei Jahre wurden mir in Aussicht gestellt.

Wollte ich das?
So sicher nicht, aber ist nicht ein Arbeitsvertrag für weitere drei Jahre besser als kein Arbeitsvertrag? Und wenn Vorgesetzte die Arbeit nicht wertschätzen können, weil sie eben oft auch nicht wissen, was alles gemacht wurde, macht das wirklich soooo viel aus? Weiß ich doch selber ganz genau, dass ich gute Arbeit gemacht habe und auch weiterhin machen möchte...

Doch dann...
... dann hat mein Körper mir die Rechnung serviert. Erst "nur" Anzeichen eines Infektes, Stimme weg. Der Gang zum Arzt - dort der Zusammenbruch. 20 Minuten hab ich erst mal nur Heulen können. Langsam und lautlos hatte er sich angeschlichen, dreckig von hinten
- Diagnose: Burnout -
sechs lange Wochen war ich nicht arbeiten, habe mit Menschen gesprochen, die mir wichtig waren, alles Für und Wider immerzu hin und her geschoben, abgewogen - eine Meinung gebildet - diese wieder verworfen...

Schwer war es für mich, mich selbst, meine Bedürfnisse und Wünsche in den Vordergrund zu rücken, nicht mehr an die Kolleginnen und Kollegen zu denken und deren Wohl über meines zu stellen.

Aber am Ende hab ich es geschafft, ich bin raus aus dem Loch und:

Ja, ich will weitere drei Jahre diesen Job machen, denn da stecken meine Ideen drin.

Ja, ich will weiterhin gute Arbeit machen, wenn auch mit mehr Distanz zum Arbeitgeber - ist auf Dauer sicherlich gesünder

Nein, ich werde in keinen Kampf einsteigen - ich muss wirklich niemandem zwanghaft beweisen, dass ich gut bin, ich bin es einfach!

Nein, ich werde mich nicht wieder aus den Augen verlieren. Und falls doch, haben mir liebe Menschen den klaren Auftrag mir in den A... zu treten, damit ich es rechtzeitig merke.



Was hat es gebracht?
- mehr Gelassenheit
- mehr Souveränität
- unglaublich viel Liebe
...


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