Dienstag, 31. Dezember 2013

drei Berliner in Wolfsburg...

Was für ein Abenteuer!

Nein, nicht Wolfsburg an sich aber die Reise von Wolfsburg nach Westerbeck, ganz ohne Auto und ohne Plan, aber dafür mit beiden kleinen-Männern.

Und das kam so:
gestern waren wir in Wolfsburg. Zuerst einmal alle Familienmitglieder außer der Bulldo (die darf in Opas Haus schlafen und die Ruhe genießen).



Der große-kleine-Mann wollte in die Autostadt. Da wollte aber außer ihm sonst niemand hin, vor allem nicht ich. Und da auch der große-kleine-Mann fand, dass über 50 Euro Eintritt für die gesamte Familie echt too much wären, hat er den Vorschlag gemacht, er könne ja auch allein dort hin gegen. Schließlich hätten wir ja alle unsere Mobiltelefone dabei und er sei ja auch kein kleines Kind mehr. (Bald kann ich ihn wohl nicht mehr den großen-kleinen-Mann nennen, denn er ist tatsächlich allein in die Autostadt und es hat ihm sogar Spaß gemacht.)
(Vorschläge für eine Neubenennung werden gern entgegen genommen.)



Der große-Mann, der kleine-kleine-Mann und ich sind ins Outletcenter weiter gefahren, vor allem weil der große-Mann nach einer neuen Jacke schauen wollte. Diesen überkam jedoch, kaum waren wir in dem Center angekommen, ein schlechtes Gefühl bezüglich der Bulldo.

(Gestern war total der Heultag, weil der große-Mann und ich dachten, die Bulldo würde elendig leiden und wir sollten besser sofort einen Tierarzt kommen lassen. Aber dann waren wir uns doch einig,k dass die Bulldo auf alle Fälle mit nach Berlin zurück kommen muss und wir sie auf keinen Fall AUF GAR KEINEN FALL hier lassen können. Und dann hatten wir ein total schlechtes Gewissen, weil es dem Hund doch bestimmt nicht gut gehen kann und wir so eigensüchtig sind und nur an uns denken...Und diese Gedanken und noch viel mehr verworrene, hatten sich in einer Endlosschleife in unseren Hirnen festgesetzt.)

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, der große-Mann ist also zum Schwiegervater-(Opa)Haus zurückgefahren und ich bin mit dem kleinen-kleinen-Mann im Outletcenter geblieben. Geplant war, dass der große-Mann wieder zu uns stößt. Als der jedoch eine gefühlte Ewigkeit später anrief und ich hörte, wie verrotzt er klang, war klar, er sollte besser nicht wieder kommen, sondern bleiben wo er war, also bei der Bulldo. Na gut, kann ja nicht so schwer sein von Wolfsburg nach Westerbeck zu kommen, zur Not halt mit nem Taxi.

Den kleinen-kleinen-Mann hatte ich zwischenzeitlich schon glücklich machen können - denn in dem Center gibt es ein Geschäft von Lindt und da haben wir uns mit lecker Schokolade eindecken können. 
Bei Maxx haben wir dann noch zwei Hosen für den Jungen gefunden ("Mama, Du hast doch sooo viele Anziehsachen, aber ich hab ganz viele Hosen mit Löchern an den Knien!")

Doch so ganz ohne hab ich dann doch auch nicht weggehen können: Gemeinsam mit dem kleinen-kleinen-Mann habe ich eine neue Tasche gefunden, die ich Euch bei Gelegenheit hier mal präsentieren muss. 

Irgendwann zwischen Schokolade, Hosen und Tasche hat der große-kleine-Mann angerufen und bescheid gesagt, dass er wohl noch so ein Stündchen in der Autostadt bleiben wolle. Als wir dem Outletcenter wirklich nicht mehr abgewinnen konnten, hab ich den großen-kleinen-Mann angerufen und gesagt, dass wir ihn dann jetzt abholen würden. Zum Glück kann man vom Center über eine lange Brücke direkt zur Autostadt laufen. 



Wunderbar war das dort am Wasser. Die Sonne schien, der große-kleine-Mann hatte dem kleinen Bruder eine Brezel mitgebracht und der Mutter eine Flasche Selters. Die gut ausgerüstete Mutter konnte noch mit Schokolade beglücken und so saßen wir noch ein kleines Weilchen unbeschwert in der Sonne und erdachten einen Plan, wie wir wohl zum Opa-Haus zurückkommen würden.




Zuerst einmal brauchten wir eine Bushaltestelle, die wir tatsächlich auch ziemlich schnell fanden.

Der Bus dort fuhr uns zum zentralen Omnibusbahnhof, wo wir eigentlich an einem Infoschalter fragen wollten, wie wir wohl nach Westerbeck kommen könnten.

Das brauchten wir aber gar nicht, denn einmal um die Ecke gebogen standen wir vor einer Bushaltestelle, von der ein Bus bis nach Gifhorn fuhr (und das ist ganz nah bei Westerbeck).



Nachdem das mit den Fahrscheinen auch geklärt war, brauchten wir nur noch entspannt im Bus sitzen. Leider habe ich in Dannenbüttel nicht schnell genug reagiert, denn von dort aus hätten die beiden Goldjungen und ich nur zwei Kilometer laufen müssen, um direkt nach Westerbeck zu kommen. Aber, wie gesagt, ich habe es zu spät gemerkt und so sind wir also bis zum Mühlenmuseum gefahren. 

Flugs auf die andere Straßenseite, festgestellt, dass der Bus zurück erst in einer Stunde kommt, der Weg zum Laufen definitiv zu weit ist und also den großen-Mann angerufen und ihn gebeten uns am Mühlenmuseum abzuholen.

Bilanz: Wir haben es ganz ohne Plan und ohne ne große Ahnung mit keinem Stress und ziemlichentspannt bis fast nach Westerbeck ohne Hilfe geschafft. DAS FIND ICH MAL ECHT NE LEISTUNG!!



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